Ständiger Ausschuss Alterssicherung

Die Alterssicherung ist seit Gründung der GVG weiteres Kernthema ihrer Arbeit. Der ständige Ausschuss Alterssicherung ist ein Forum des offenen sachlichen Meinungs- und Informationsaustausches, der durch die Beteiligung der relevanten Akteure der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung und der privaten Vorsorge sowie der Sozialpartner und Wissenschaft von einem einzigartigen Sachverstand geprägt ist. Unter dem Vorsitz von Dr. Stephan Fasshauer, Mitglied des Direktoriums bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, werden konsentierte Positionen der Vertreter der gesetzlichen Systeme, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Altersvorsorge erarbeitet, um so mit Handlungsvorschlägen zu einer sachgerechten Weiterentwicklung des deutschen Alterssicherungssystems beizutragen. Die Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Vorsorgeinformation, unter der Leitung von Klaus Stiefermann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersvorsorge, unterstützt die Arbeit des ständigen Ausschusses Alterssicherung.

 


Der Ständige Ausschuss Alterssicherung wird geleitet von:

Dr. Stephan Fasshauer

Mitglied des Direktoriums bei der Deutschen Rentenversicherung Bund KdöR


Kommende Sitzungen

25.09.2020

Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Versorgung

03.11.2020

Sitzung des Ständigen Ausschusses Alterssicherung


In eigener Sache

Die aktuelle Situation erfordert von uns allen ein verantwortungsvolles Handeln und konsequente Maßnahmen. Wie sich die Corona-Pandemie in den nächsten Tagen und Wochen auf unser Leben und Arbeiten auswirken wird, ist zur Stunde noch nicht absehbar.

Unsere Ausschuss- und Facharbeitsgruppensitzungen werden wir daher nach Möglichkeit in digitaler Form durchführen – etwa als Videokonferenzen. Auf Präsenztagungen werden wir in der nächsten Zeit verzichten.

Wir hoffen, bisher abgesagte Sitzungen bald, gegebenenfalls auf digitalem Weg, nachholen zu können und werden Sie rechtzeitig über Ersatztermine informieren.


Bericht zur jüngsten Sitzung des Ständigen Ausschusses Alterssicherung

Mit den Ergebnissen und Empfehlungen der Rentenkommission „Verlässlicher Generationen­vertrag“ beschäftigte sich der Ausschuss Alterssicherung in seiner digitalen Sitzung vom 27. April 2020. Erstmalig wurde die Sitzung von Dr. Stephan Fasshauer, Mitglied des Direktoriums bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, geleitet. Er hatte den Ausschussvorsitz zum 1. März 2020 von Gundula Roßbach, Präsidentin Deutsche Rentenversicherung Bund, übernom­men. Aus der Arbeit der Rentenkommission berichteten Alexander Gunkel, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, und Ingo Schäfer vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Sie betonten, dass der Kommissionbericht an vielen Stellen wichtige Weichenstellungen und Reformvorschläge enthalte. Ein „großer Wurf“ sei von vornherein nicht realistisch gewesen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt berichtete Dr. Holger Viebrock, Leiter der Bereichs Finanzierung und Verteilung bei der DRV Bund, zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Finanzierung der Rentenversicherung. Dabei ging er insbesondere auf die Ausgleichs- und Stabilisierungsmechanismen in der Rentenformel ein. Sie führen dazu, dass die zusätzlichen Belastungen auf Rentenbeziehende und Beitragszahlende verteilt werden. In der Diskussion mit den Mitgliedern wurde dabei auch das Aussetzen des sogenannten Nachholfaktors proble­matisiert.

 


Bericht zur jüngsten Sitzung der Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Versorgung (TüVI)

Die Facharbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Klaus Stiefermann (aba) informierte sich in ihrer digitalen Sitzung vom 18. Juni 2020 über den aktuellen Vorbereitungsstand zum Gesetzge­bungsverfahren zur Einführung einer „digitalen Rentenübersicht“. Zu Gast waren Konrad Haker, Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, und Dr. Clara Welteke, Referentin im Bundesministerium der Finanzen. Herr Haker berichtete, dass der Referenten­entwurf zur „digitalen Rentenübersicht“ voraussichtlich Mitte Juli in die Ressortabstimmung gehen werde. Das Gesetzgebungsverfahren solle möglichst noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Neben grundsätzlichen technischen und inhaltlichen Aspekten sehe der Gesetzent­wurf auch Regelungen zu einem Identifier und zum Datenschutz vor. Viele Details sollen aber erst durch ein einzusetzendes Steuerungsgremium bzw. auf dem Verordnungswege geregelt werden.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte Claudia Wegner-Wahnschaffe die Ergebnisse des Expertenteams Technik zu verschiedenen IT-Architekturmodellen für eine trägerüber­greifende Vorsorgeinformation vor. Je nachdem ob und wo die Versichertendaten gespeichert werden, ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten des Datenabrufs und der -zusammen­führung. Das Expertenteam hat drei Umsetzungsszenarien für eine vertiefte Analyse und Be­wertung, u.a. hinsichtlich des Datenschutzes, ausgewählt. Die Ergebnisse und Überlegungen sollen in den weiteren Gesetzgebungs- und Umsetzungsprozess eingespeist werden.

 

 

Protokolle zu den Ausschusssitzungen und weitere Informationen finden Sie in unserem Mitglieder-Bereich (siehe Login).