Ständiger Ausschuss Alterssicherung

Die Alterssicherung ist seit Gründung der GVG weiteres Kernthema ihrer Arbeit. Der ständige Ausschuss Alterssicherung ist ein Forum des offenen sachlichen Meinungs- und Informationsaustausches, der durch die Beteiligung der relevanten Akteure der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung und der privaten Vorsorge sowie der Sozialpartner und Wissenschaft von einem einzigartigen Sachverstand geprägt ist. Unter dem Vorsitz von Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, werden konsentierte Positionen der Vertreter der gesetzlichen Systeme, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Altersvorsorge erarbeitet, um so mit Handlungsvorschlägen zu einer sachgerechten Weiterentwicklung des deutschen Alterssicherungssystems beizutragen. Die Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Vorsorgeinformation, unter der Leitung von Klaus Stiefermann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersvorsorge, unterstützt die Arbeit des ständigen Ausschusses Alterssicherung.

 


Der Ständige Ausschuss Alterssicherung wird geleitet von:

Gundula Roßbach

Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund KdöR


Anstehende Sitzungen

21.03.2019

Sitzung der Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Versorgung (TüVI)

02.04.2019

Sitzung des Ständigen Ausschusses Alterssicherung


Bericht zur letzten Sitzung des Ständigen Ausschusses Alterssicherung

Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ständigen Ausschusses Alterssicherung vom 17. Oktober 2018 stand die Diskussion um ein (bedingungsloses) Grundeinkommen als Ergänzung oder gar Alternative zum System der sozialen Sicherung.

Als Referenten waren Prof. Dr. Michael Opielka von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena sowie Prof. Dr. Wolfgang Schroeder , Universität Kassel, zu Gast. Während Prof. Opielka als Vertreter eines Grundeinkommens dessen bürger- und menschenrechtliches Potenzial hervorhob, setzte sich Prof. Schroeder in seinem Vortrag über „Ursprünge, Modelle und Perspektiven des Bedingungslosen Grundeinkommens“ kritisch mit der Idee auseinander. Deutlich wurde, dass in die Diskussion um ein Grundeinkommen auch Grundfragen der sozialen Sicherung einfließen müssen, etwa zur Finanzierung, zur Bürokratie oder zu den Anreizen zur Arbeitsaufnahme.

In der nächsten Sitzung des Ausschusses Alterssicherung am 2. April 2019 sollen die Ergebnisse der LeA-Studie („Lebensverläufe und Altersvorsorge“) vor dem Hintergrund der Themen „Geschlechtergerechtigkeit“ sowie „Migration und Rente“ diskutiert werden.


Bericht zur letzten Sitzung der Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Versorgung (TüVI)

In gleich zwei Sitzungen am 11.10.2018 sowie am 29.11.2018 setzte die Facharbeitsgruppe Trägerübergreifende Versorgung (TüVI) unter dem Vorsitz von Klaus Stiefermann (aba) die Arbeit an einem Konzept für eine umfassende digitale Vorsorgeinformation fort.

Als Referentin war Susanne Kroeger, Bundesministerium des Innern, zu Gast. Sie stellte die Planungen der Bundesregierung im Rahmen der Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes (OZG) vor. Ziel des OZG ist es, die Verwaltung flächendeckend zu digitalisieren. Hierfür sollen bis 2022 u.a. ein Bundesportal sowie ein Verbund der Verwaltungsportale von Bund und Ländern geschaffen werden.

Zu den rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung von Personenkennziffern wie der Steuer-ID oder der Rentenversicherungsnummer referierte auf Einladung der Facharbeitsgruppe Bertram Raum, Abteilungsleiter bei der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit.

Zu Gast war außerdem Dr. Alexander Kihm vom Altersvorsorge-Start-Up Fairr.de. Er stellte das von seinem Unternehmen entwickelte Vorsorgecockpit vor und präsentierte einen Vorschlag für die dezentrale Umsetzung einer trägerübergreifenden Vorsorgeinformation. Auf der Agenda stand außerdem die ausführliche Diskussion der Ergebnisse der Expertenteams Rentenüberblick und Technische Umsetzung.

Protokolle zu den Ausschusssitzungen und weitere Informationen finden Sie in unserem Mitglieder-Bereich (siehe Login).