Ständiger Ausschuss Gesundheit und Pflege

Facharbeitsgruppen:

ausschussübergreifende Facharbeitsgruppe Rehabilitation; Vorsitz: Brigitte Gross, Dr. Petra Becker

weitere Informationen hier

Digitalisierung und eHealth (s.u.);
Vorsitz: Dr. Bodo Liecker

Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft (s.u.); Vorsitz: Dr. Sibylle Angele

Mitglieder

Eines der bedeutendsten Ziele der GVG ist die Sicherstellung einer angemessenen, qualitätsgesicherten, nachhaltig finanzierten Gesundheitsversorgung. In diesem Bereich beschäftigt sich die GVG mit sektorenübergreifenden und langfristigen Fragestellungen zu Finanzierungsstrukturen in der Krankenkasse und im Krankenhaus sowie mit der Neuregelung und Verbesserung der Pflege. In diesem Kontext kommt dem Einsatz von telemedizinischen Anwendungen im Gesundheitswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Ausschuss Gesundheit und Pflege, geleitet von Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, nimmt die zahlreichen, sich verändernden Themen dieses Handlungsfeldes auf und entwickelt hierzu gemeinsame, konsentierte Positionen.

Bei der Bearbeitung zukunftsrelevanter Themen im Bereich Gesundheit und Pflege unterstützen die Facharbeitsgruppe Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft unter dem Vorsitz von Frau Dr. Sibylle Angele, compass private pflegeberatung GmbH, sowie die Facharbeitsgruppe Digitalisierung und eHealth unter dem Vorsitz von Dr. Bodo Liecker, Techniker Krankenkasse, den Ausschuss bei seiner Arbeit.

Digitalisierung, eHealth und Telematik waren auch in den vergangenen Jahren Schwerpunktthemen der GVG.
Umfangreiche Informationen zu vergangenen Aktivitäten und Veranstaltungen der GVG dazu finden Sie hier.

 


Der Ständige Ausschuss Gesundheit und Pflege wird geleitet von:

Andreas Storm

Vorstandsvorsitzender DAK-Gesundheit KdöR


Kommende Sitzungen

09. September 2020

Sitzung der Facharbeitsgruppe Digitalisierung und eHealth

16. September 2020

Sitzung des Ständigen Ausschusses Gesundheit und Pflege

06. Oktober 2020

Sitzung der Facharbeitsgruppe Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft

 


In eigener Sache

Die aktuelle Situation erfordert von uns allen ein verantwortungsvolles Handeln und konsequente Maßnahmen. Wie sich die Corona-Pandemie in den nächsten Tagen und Wochen auf unser Leben und Arbeiten auswirken wird, ist zur Stunde noch nicht absehbar.

Unsere Ausschuss- und Facharbeitsgruppensitzungen werden wir daher nach Möglichkeit in digitaler Form durchführen – etwa als Videokonferenzen. Auf Präsenztagungen werden wir in der nächsten Zeit verzichten.

Wir hoffen, bisher abgesagte Sitzungen bald, gegebenenfalls auf digitalem Weg, nachholen zu können und werden Sie rechtzeitig über Ersatztermine informieren.


Berichte zu den vergangenen Sitzungen des Ständigen Ausschusses Gesundheit und Pflege und seiner Facharbeitsgruppen

In ihrer Sitzung vom 12. Februar 2020 tauschten sich die Mitglieder des ständigen Ausschusses Gesundheit und Pflege über die Situation in der Pflegeversicherung und deren Reform aus. Den Vorsitz führte Andreas Storm, DAK. Prof. Dr. Heinz Rothgang, SOCIUM Forschungszentrum, und Prof. Dr. Michael Eilfort, Stiftung Marktwirtschaft, legten als Gastreferenten mittels fundierter Analysen zur Pflegeversicherung die Grundlage für eine konstruktive Diskussion.

Während Prof. Eilfort vor einer zusätzlichen Belastung jüngerer Generationen und einem weiteren Anstieg der Sozialausgaben warnte, wies Prof. Rothgang darauf hin, dass die Kostensteigerungen in der Pflege derzeit allein zulasten des Eigenanteils der Pflegeberdürftigen gingen. Der Ausschuss erörterte, ob und wie sich das Modell der Stärkung der Eigenvorsorge mit dem Modell der Steuerfinanzierung verbinden ließe.

Darüber hinaus stellte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, ein Konzept zur Ausgestaltung der Pflegereform mit konkreten Empfehlungen vor. Ziel der Diakonie sei es, eine den pflegerischen Bedarf deckende Pflegevollversicherung mit begrenzten Eigenanteilen zu entwickeln.

Der Ständige Ausschuss für Gesundheit und Pflege tritt am 16. September 2020 wieder zusammen. Wir werden Sie rechtzeitig informieren, ob wir die Sitzung als Präsenzveranstaltung durchführen können.

 


Facharbeitsgruppe Digitalisierung und eHealth

Rechtzeitig vor Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat die Facharbeitsgruppe „Di­gitalisierung und eHealth“ in ihrer Sitzung vom 6. Mai ihr KI-Eckpunktepapier fertiggestellt. Das KI-Eckpunktepapier knüpft an die sieben Anforderungen an KI-Anwendungen an, die im vergangenen Jahr von der Europäischen Kommission vorgestellt wurden. Diese allgemeinen Forderungen hat die Facharbeitsgruppe auf Anwendungen im Gesundheitssystem übertragen. Die Arbeit am KI-Eckpunktepapier konnte trotz der Coronapandemie zügig abgeschlossen werden. Ziel ist es, einen Impuls zur am 1. Juli beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft zu geben. In den kommenden Sitzungen wird die Facharbeitsgruppe einzelne Aspekte des Po­sitionspapiers, insbesondere zur Wahrung der Patientensouveränität beim Einsatz von KI, ver­tiefend bearbeiten.

 


Facharbeitsgruppe Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft

Die Facharbeitsgruppe „Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft kam am 19. Juni zu einer digitalen Sitzung zusammen und befasste sich weiter mit dem Thema „Interprofessionelle und intersektorale Zusammenarbeit“. Dr. Sebastian Bode stellte die interprofessionelle Aus­bildungsstation in der Pädiatrie des Universitätsklinikums Freiburg vor. Die dortige Ausbil­dungsstation leistet Pionierarbeit, da auf ihr angehende Ärztinnen und Ärzte sowie Pflege­fachkräfte gemeinsam ausgebildet werden. Dr. Bode berichtete von den Vorteilen und Poten­tialen der interprofessionellen Ausbildung insbesondere für das Patientenwohl und ging ebenso auf Hürden und auf zur Durchführung des Projekts erforderliche Ressourcen ein.

Hannah Budde (Pathways Public Health) stellte in einer weiteren Präsentation Modelle der interprofessionellen Zusammenarbeit zur Versorgung von Patienten im ländlichen Raum in Finnland, Kanada und Frankreich vor. Diese Gesundheitssysteme sind dadurch gekennzeich­net, dass Pflegefachkräfte große Verantwortung in der Versorgung der Bevölkerung überneh­men und erste Ansprechpartner für die Patienten sind. Andererseits ist der Zugang zum Arzt in diesen Ländern schwieriger als im deutschen Gesundheitssystem. Jedes System hat seine spe­zifischen Vor- und Nachteile. Die Facharbeitsgruppe arbeitet daran, Impulse zu identifizieren, die die Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft verbessern können.

Die Facharbeitsgruppe beschloss zudem eine Kriterienübersicht zu einer gelingenden Versor­gung in einer älter werdenden Gesellschaft. Sie basiert auf den Ergebnissen des ersten Fachar­beitsgruppenberichts, einer Umfrage unter den GVG-Mitgliedern und dem Gesundheitsziel „Gesund älter werden“. Die Übersicht kann nun dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie auf Veranstaltungen präsentiert werden.

 

 


Berichte zu den vergangenen Sitzungen der ausschussübergreifenden Facharbeitsgruppe Rehabilitation

Die ausschussübergreifende Facharbeitsgruppe Rehabilitation arbeitete in ihrer Sitzung am 27. Januar 2020 unter dem Vorsitz von Brigitte Gross, DRV Bund, und Dr. Petra Becker, Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH, an der Weiterentwicklung der geplanten Broschüre zur Rehabilitation in Deutschland.

Die für den 21. April 2020 anberaumte Facharbeitsgruppensitzung muss leider krisenbedingt entfallen. Über einen Ersatztermin – möglicherweise als Videokonferenz – werden wir Sie rechtzeitig informieren.

 

Protokolle zu den Ausschusssitzungen und weitere Informationen finden Sie in unserem Mitglieder-Bereich (siehe Login).