Ständiger Ausschuss Gesundheit und Pflege

Eines der bedeutendsten Ziele der GVG ist die Sicherstellung einer angemessenen, qualitätsgesicherten, nachhaltig finanzierten Gesundheitsversorgung. In diesem Bereich beschäftigt sich die GVG mit sektorenübergreifenden und langfristigen Fragestellungen zu Finanzierungsstrukturen in der Krankenkasse und im Krankenhaus sowie mit der Neuregelung und Verbesserung der Pflege. In diesem Kontext kommt dem Einsatz von telemedizinischen Anwendungen im Gesundheitswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Ausschuss Gesundheit und Pflege, geleitet von Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, nimmt die zahlreichen, sich verändernden Themen dieses Handlungsfeldes auf und entwickelt hierzu gemeinsame, konsentierte Positionen.

Bei der Bearbeitung zukunftsrelevanter Themen im Bereich Gesundheit und Pflege unterstützen die Facharbeitsgruppe Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft unter dem Vorsitz von Frau Dr. Sibylle Angele, compass private pflegeberatung GmbH, sowie die Facharbeitsgruppe Digitalisierung und eHealth unter dem Vorsitz von Dr. Bodo Liecker, Techniker Krankenkasse, den Ausschuss bei seiner Arbeit.

Digitalisierung, eHealth und Telematik waren auch in den vergangenen Jahren Schwerpunktthemen der GVG.
Umfangreiche Informationen zu vergangenen Aktivitäten und Veranstaltungen der GVG dazu finden Sie hier.

 


Der Ständige Ausschuss Gesundheit und Pflege wird geleitet von:

Andreas Storm

Vorstandsvorsitzender DAK-Gesundheit KdöR


Anstehende Sitzungen

16. Januar 2019

Sitzung der Facharbeitsgruppe Digitalisierung und eHealth

17. Januar 2019

Sitzung des ausschussübergreifenden Facharbeitsgruppe Rehabilitation

23. Januar 2019

Sitzung des Ständigen Ausschusses für Gesundheit und Pflege

21. März 2019

Sitzung der Facharbeitsgruppe Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft


Berichte zu den vergangenen Sitzungen des Ständigen Ausschusses Gesundheit und Pflege und seiner Facharbeitsgruppen

Der Ständige Ausschuss für Gesundheit und Pflege begrüßte auf seiner Sitzung am 13. September 2018 unter der Leitung von Herrn Andreas Storm, DAK, den Vorsitzenden des Gemeinsamen Bun­desausschusses, Professor Josef Hecken, als Gastreferenten.

Um die Zulassung digitaler Innovationen zu erleichtern, brachte Professor Hecken in seinem Re­ferat einen vereinfachten Nutzennachweis sowie ein verkürztes Methodenbewertungsverfahren ins Spiel. Hecken hob die Notwendigkeit hervor, digitale Innovationen in die Versorgung zu brin­gen. Er gab jedoch zu bedenken, dass gleichzeitig der diagnostische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit sichergestellt sein müssten. Fazit: Auf Basis dieses Vor­trags regte der Ausschuss in Abstimmung mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss ein Positions­papier der GVG an.

Tobias Nowoczyn, Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, referierte zur Aufhebung des Verbots der ausschließlichen Fernbehandlung und den Herausforderungen, die diese für die Be­rufsordnungen der einzelnen Bundesländer mit sich bringt. Hier wies er vor allem auf Fragen der Dokumentation, der Aufklärung, des Datenschutzes und der Berufshaftpflicht hin.

Die kommende Sitzung des Ausschuss für Gesundheit und Pflege am 23. Januar 2019 wird die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, flächendeckenden medizinischen Versorgung vor dem Hintergrund pri­vater Investments thematisieren


Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der Facharbeitsgruppe Digitalisierung und eHealth am 4. September 2018 unter dem Vorsitz von Dr. Bodo Liecker stand die Präsentation eines Vorschlags, wie digitale Anwendungen in die Regelversorgung eingebunden werden können. Diskutiert wurde unter anderem zu hemmenden Bedingungen für eine Implementierung digitaler Versorgungsan­gebote (DIVAs) in die Regelversorgung und entsprechenden Lösungsvorschlägen. Die Mitglieder räumten der Erstellung eines Leitfadens für DIVAs, der Diskussion über die Notwendigkeit neuer Rechtsgrundlagen sowie der Ausgestaltung einer nutzenorientierten Finanzierung oberste Priori­tät ein.

Im Anschluss daran referierte Sebastian Zilch, Geschäftsführer Bundesverband Gesundheits-IT, zu Hemmnissen und Lösungsvorschlägen bei der Implementierung digitaler Innovationen in die Ver­sorgung. Als Hürden der digitalen Transformation machte er besonders Sektorengrenzen, blo­ckierende Sicherheitsanforderungen, wie z. B. Datenschutz und Datensicherheit, sowie die zer­splitterte Datenschutzlandschaft in Deutschland mit ihren unterschiedlichen Landesdatenschutz­gesetzen aus.

Die Facharbeitsgruppe Digitalisierung und eHealth tagt wieder im 16. Januar 2019.


Die Facharbeitsgruppe „Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft“ unter dem Vorsitz von Frau Dr. Sibylle Angele hat in ihrer Sitzung vom 18. Oktober 2018 weitere Faktoren identifiziert, die eine selbstbestimmte Lebensweise im Alter ermöglichen und die Versorgung verbessern. Ute Stern vom Projekt solimed-Unternehmen Gesundheit referierte über die sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeheimen in Solingen.

In Solingen ist die auf Bundesebene seit Jahren angestrebte Nutzung einer elektronischen Patientenakte bereits verwirklicht. Die Umsetzung eines elektronischen Pflegeberichts und eines elektronischen Mailverkehrs in diesem Zusammenhang beruht vor allem auf dem Rückgriff auf bewährte, kostengünstige Strukturen, dem hohen Engagement der Akteure vor Ort und einem intensiven Austausch aller Beteiligten. Die Facharbeitsgruppe wird die Impulse von Frau Stern aufgreifen und im kommenden Jahr gegenüber relevanten Vertretern aus Ministerien und Kommissionen kommunizieren.

Die Facharbeitsgruppe „Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft“ tagt wieder am 21. März 2019.


Berichte zu den vergangenen Sitzungen der ausschussübergreifenden Facharbeitsgruppe Rehabilitation

Die ausschussübergreifende Facharbeitsgruppe Rehabilitation unter dem Vorsitz von Brigitte Gross, DRV Bund, und Dr. Petra Becker, Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH, erarbeitete in der Sit­zung am 19. September 2018 das erste Konzept eines Positionspapiers zur Rehabilitation in Deutschland. Das Positionspapier soll sowohl der medizinischen als auch der beruflichen Rehabilitation gerecht werden und das Bewusstsein für die Bedeutung der Reha im deutschen Sozialstaat stärken.

Die Facharbeitsgruppe Rehabilitation tagt wieder am 17. Januar 2019.

Protokolle zu den Ausschusssitzungen und weitere Informationen finden Sie in unserem Mitglieder-Bereich (siehe Login).